Seit Urzeiten

Team fürs Leben: Salz und Wasser

Salz und Wasser sind die Basis allen Lebens. Auch der menschliche Körper besteht zu 80 Prozent aus Wasser – Salzwasser. Der Salzgehalt im Blut und in den Körperflüssigkeiten beträgt 0,9 Prozent.

Mehr erfahren beim Verband der Kali- und Salzindustrie:

Zum Verband der Kali- und Salzindustrie

vor über 250 Mio. J.

Wie die Salzstöcke entstanden sind

Wie die Salzstöcke entstanden sind und weitere Details finden Sie auf Wikipedia unter dem Artikel zur Entstehung der Salzstöcke.

 Entstehung der Salzstöcke

vor über 250 Mio. J.

Das Zechsteinmeer

Bevor sich das Urmeer zurückzog, bedeckte es weite Teile Europas – ein riesiges, stark salzhaltiges Binnenmeer, das sich vom heutigen Süden Englands bis weit nach Polen hinein erstrecken würde. Vor über 250 Millionen Jahren sorgten hier größere Erdverschiebungen dafür, dass zunächst Landsenken vom Meer abgetrennt wurden.

Zusätzlich herrschte damals ein fast tropisches Klima, sodass das Wasser in den Landsenken rasch verdunstete. Wie im heutigen Toten Meer stieg die Salzkonzentration zunächst stark an. Schließlich fielen Salzkristalle aus – am Grund des Zechsteinmeers lagerten sich Schichten reinsten Urmeersalzes ab.

Weitere Erdverschiebungen und Überlagerungen durch angeschwemmte Erdschichten sorgten dafür, dass die kostbare Salzschicht heute tief unter der Erde verborgen und geschützt liegt. So ist es heute noch so rein und naturbelassen wie vor Urzeiten.

Was ist das Zechsteinmeer?

vor etwa 200 Mio. J.

Tief unter der Erde: Salzkristalle

Das Urmeersalz bildete unter dem Druck überlagernder Gesteinsmassen reinste Salzkristalle aus: Halit. Die Kristalle sind würfelförmig und ebenmäßig – Natriumchlorid in seiner schönsten Form.

Meistens ist Halit farblos oder weiß. Wenn jedoch weitere Mineralien eingelagert werden, kann Halit interessante Färbungen annehmen – wie zum Beispiel SALDORO Grobes Urmeersalz Rosa, das Spuren von Eisen enthält. Die enthaltenen Farbpartikel im SALDORO Urmeersalz zeugen von seiner Ursprünglichkeit und Naturbelassenheit.

Was ist Halit?

etwa 5000 v. Chr.

Das älteste Salzbergwerk

Im österreichischen Hallstatt finden sich die weltweit ältesten bekannten Spuren des Salzabbaus. Schon vor 7000 Jahren wurde am Salzberg bei Hallstatt Salz abgebaut. 

Über lange Zeit hinweg nutzte man nur das Oberflächensalz und die salzhaltigen Quellen. Erst 900 v. Chr. begannen die Hallstatter, sich in den Berg hineinzugraben. Trotzdem ist das Salzbergwerk Hallstatt damit das älteste der Welt.

 Zum Salzbergwerk Hallstatt

etwa 500 v. Chr.

Salz oder Gefriertruhe

In der Antike gab es noch keine Gefriertruhen. Deshalb mussten die wertvollen Fleisch- und Wurstwaren auf anderen Wegen haltbar gemacht werden – zum Beispiel mit Salz.

Beim sogenannten "Pökeln" wird meist eine Mischung aus Kochsalz und Natrium- oder Kaliumnitrit verwendet: das Pökelsalz. Dank des Nitrits erhält das Pökelfleisch eine leuchtend rote Farbe. Wird auf Nitrit verzichtet, so spricht man von Salzfleisch.

Am wichtigsten beim Pökeln ist das Salz, denn es entzieht dem Fleisch und den darin vorhandenen Mikroorganismen Wasser. Dadurch können sich letztere weniger schnell vermehren, und das Fleisch bleibt länger genießbar.

Was bedeutet der Ausdruck "Pökeln"?

etwa 500 v. Chr.

Die Salzprinzessin

Eine Prinzessin, die ihren Vater wie Salz liebt? Wo gibt es denn so etwas? Natürlich im Märchen! Das zauberhafte tschechische Märchen von der „Salzprinzessin“ erzählt die Geschichte von Prinzessin Mariechen, die den wahren Wert des Salzes schon früh erkennt:  

Es war einmal ein König, der hatte drei Töchter, Antonia, Martha und Mariechen, die er wie sein Augenlicht liebte. Er war schon alt und des Herrschens müde und so sann er oft darüber nach, welche seiner Töchter nach seinem Tode Königin werden sollte.

Die Wahl wurde ihm schwer, denn er liebte alle drei gleichermaßen...

Das ganze Märchen lesen

etwa 500 bis 1500 n. Chr.

Das "weiße Gold": Salzhandel im Mittelalter

Der mittelalterliche Salzhandel florierte – da nahm man auch weite und beschwerliche Reisen in Kauf, um Salz zu beschaffen. Umgekehrt verdienten die Salzhändler besonders gut, wenn Sie in salzarme Gegenden wie zum Beispiel Böhmen aufbrachen. Auch die Städte am Wegesrand verdienten mit, indem sie hohe Zölle von den Händlern verlangten.

Auf den sogenannten "Salzstraßen" wurden noch viele andere Güter transportiert. So fand bereits früh ein reger Kulturaustausch statt. Das Salz blieb jedoch über lange Zeit das wichtigste Fernhandelsgut.

Warum das Salz so kostbar und begehrt war? Das liegt nicht nur daran, dass es in manchen Gegenden knapp war. Im Mittelalter wurde zudem im Haushalt viel mehr Salz gebraucht als heute: Das weiße Gold diente nicht nur zum Würzen von Speisen, sondern auch zum Haltbarmachen von Lebensmitteln.

Zur Geschichte des Salzhandels

ab 900 n. Chr.

Städteboom mit Salz

Von der Bedeutung des Salzhandels zeugen noch heute viele Städte- und Flussnamen, beispielsweise kam auch das österreichische Salzburg so zu seinem Namen. Die an den Salzstraßen gelegenen Städte profitierten stark vom regen Salzhandel des Mittelalters – sie verlangten hohe Zölle von den fahrenden Händlern.

Übrigens: In den Städtenamen Halle an der Saale oder Hallstatt steckt vermutlich das germanische Wort *hallan für "Kruste". Es bezieht sich auf die Salzkruste, die sich beim Salzsieden in der Siedepfanne bildet.

 Mehr erfahren zum Salzhandel

ab 1200 n. Chr.

Unterwegs auf dem Meer

Typisch für das Mittelalter: Handelsschiffe mit viel Stauraum – die Koggen. Noch heute faszinieren sie Seefahrer in aller Welt. Sie sind ein Symbol für den Fernhandel im Mittelalter.

Auch Salzfässer waren natürlich mit an Bord, wenn die Koggen zwischen den Hansestädten verkehrten. Das "weiße Gold" war damals das wichtigste Fernhandelsgut überhaupt.

Mehr erfahren über die Kogge

etwa 1150 bis 1669 n. Chr.

Das Salz machte sie reich: Die Hanse

Die Geschichte des Kaufmanns Wittenborg, der als Lübecker Bürgermeister mit einer Kriegsflotte gegen den dänischen König segelt:  auf ZDF anschauen.

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