Die Barrentheorie

Salz und Wasser sind die in einem Zeitraum von Hunderten Millionen Jahren haben sich Stein­salz- und Kalisalzablagerungen an verschiedenen Orten der Erde gebildet. Wie das geschah, erklärt die Barrentheorie des deutschen Geologen Carl Ochsenius. Meerwasser und Sonne spielen dabei die Hauptrolle. 

Die Salzablagerung im Urmeer

1. Die Salzablagerung im Urmeer

Durch Verschiebungen der Erdkruste entstanden sogenannte Barren (Schwel­len), die einen Teil des Urmeeres um­schlossen. Es bildeten sich Lagunen: Mineralstoffreiches Wasser floss hinein, jedoch keines mehr hinaus. 

Je mehr Was­ser hineingelangte und zugleich durch Sonneneinstrahlung und Hitze verduns­tete, desto höher wurde die Mineral­stoffkonzentration. Die gelösten Mineralien kristallisierten aus und lagerten sich in der Reihenfolge ihrer Löslichkeit ab.

2. Der Eindampfungszyklus

Entsprechend ihrer Löslichkeit setzen sich Salze in folgender Reihenfolge ab: Zunächst Kalkstein und Gips, später Natriumchlorid (Steinsalz) und zum Schluss die Kalium- und Magnesiumsalze. Diese Abfolge wird als Eindampfungszyklus bezeichnet. 

Nach Ablagerung eines solchen Eindampfungszyklus’ können sich durch stetiges Nachfließen von Meerwasser erneut Salzschichten bilden (Kalk, Gips, Steinsalz, Kalium- und Magnesiumsalze). Dieser Prozess setzt sich so lange fort, bis der Meerwasserzufluss versiegt.

Wasser verdunstet: 

bei sehr trockenem und heißem Klima verdunstet das Meerwasser. Mineralien lagern sich am Boden ab.

Eine Überdeckung entsteht:

Der Wind vom Festland bringt Staub- und feinste Gesteinspartikel mit sich. Diese überdecken die Salzablagerungen. 

3. Absenkung der Becken

Durch Verschiebungen der Erdkruste kann sich der Wasserzufluss schließen. Dann ist keine weitere Salzablagerung möglich. Mit der Zeit senken sich die Salzschichten in die Erde ab und werden von anderen Gesteinsarten überdeckt.  

Mehr als 200 Millionen Jahre hat es gedauert, bis sich die Salzschichten in Deutschland von der Oberfläche bis zu 600 Meter tief in die Erde abgesenkt haben.

Infoblatt zur Barrentheorie

Das ausführliche Infoblatt mit allen Grafiken und Prozessen zur Barrentheorie steht Ihnen hier als PDF zum Download bereit.

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